Rezension - Eva Herman: Das Eva-Prinzip

Das Buch sorgte bereits vor seinem Erscheinen für einen Aufschrei der Empörung vor allem bei Feministinnen und ihrem ideologischen Anhang - wobei die Angreifer (und ...Innen) zum Teil offen zugaben, es noch nicht oder nur teilweise gelesen zu haben.

Die Autorin befasst sich in dem Buch mit der Rolle der Frau in unserer Gesellschaft und plädiert dafür, dass Frauen sich nicht länger im Namen einer vermeintlichen "Selbstverwirklichung" fremdbestimmen lassen, sondern sich darauf besinnen, was sie eigentlich (intuitiv) selber möchten. Sie stellt dar, wie bei der heutigen weiblichen Lebensplanung häufig die Kinder zu kurz kommen, und wie Frauen und Männer sich gleichermaßen wider ihrer Natur - und ihren eigentlichen Wünschen - entwickeln. Dass der Feminismus die Hauptursache dieser Fehlentwicklung ist, ist dabei durchaus keine neue Erkenntnis. Eva Hermans Verdienst - und der eigentliche Grund, warum sie so hart angegriffen wird - ist jedoch, dass sie es ausspricht und in ihrem Buch ausführlich darlegt. Sie entlarvt den Feminismus als Ideologie, und Ideologien sind ihren Anhängern (und ...Innen) heilig, weshalb man ihnen nicht widersprechen darf. Dies konnte man in so mancher Talkshow und an anderen Stellen eindrucksvoll erleben.

Das Buch ist trotz seines hohen Niveaus flüssig zu lesen. Ein Schwachpunkt ist allerdings die Tatsache, dass es trotz vieler angeführter Zitate (deren Autoren mit zugehöriger Publikation jeweils im Text genannt werden) kein Literaturverzeichnis gibt, anhand dessen man auf einen Blick sehen könnte, welche Literatur die Autorin zu Rate gezogen hat - denn dies dürften wesentlich mehr als die im Text angeführten Publikationen gewesen sein. Insgesamt ist das Buch sehr empfehlenswert - vor allem für junge Frauen, für die es noch nicht zu spät ist, ein Leben mit eigenen Kindern anzustreben und ihre Lebensplanung entsprechend auszurichten.

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